Gute Laune: Wie Sie Körper und Geist mit Lachyoga stärken

03.04.09

Haben Sie schon einmal etwas von Lachyoga, auch Hasya-Yoga, gehört? Hasya-Yoga wurde durch den indischen Arzt Madan Kataria entwickelt, der allgemeine Yoga-Techniken mit Lachübungen zu einer Methode verband, die verschiedene positive Konsequenzen auf Körper und Geist des Menschen hat.

Beim Hasya-Yoga (Sanskrit für "Lachen") steht das grundlose Lachen im Mittelpunkt.
Mit speziellen Lachyogaübungen – einer Kombination aus Dehn- und Atemübungen, verbunden mit pantomimischen Übungen – soll zum Lachen angeregt werden. Der Clou dabei: Das auf diese Weise künstlich erzeugte Lachen soll im Laufe der Übungen in echtes Lachen übergehen. Beim Lachyoga wird also ganz ohne humoristische Impulse, einen Witz zum Beispiel, gelacht – ideal in Zeiten globaler Krisen! Denn nach Katarias Theorie ist die Wirkung des Lachens unabhängig vom Grund des Lachens: „Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind – wir sind glücklich, weil wir lachen!“ Es gibt sogar einen eigenen Forschungszweig, der die Wirkungen von Lachen auf den Menschen untersucht. Dabei hat man herausgefunden, dass Lachen gesund ist und das allgemeine Wohlempfinden steigert. Man geht davon aus, dass durch das Lachen entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen freigesetzt und Stresshormone abgebaut werden. Auch das Immunsystem werde durch Lachen gestärkt. Außerdem wird der Sauerstoffaustausch im Gehirn erhöht, das Herz-Kreislaufsystem in Schwung gebracht, die Atmung verbessert und der Stoffwechsel angeregt. Lachen kann also helfen, Stress abzubauen. Außerdem führe Lachen – ähnlich wie bei einer Meditation –  zu einer geistigen Entspannung.

Teilnehmer von Lach-Seminaren berichten immer wieder, dass sie danach nicht nur eine positivere Grundstimmung hatten, sondern auch freier und kreativer im Denken waren. Also Lachen gegen die Krise? Warum nicht...!

 

--> Unser Special für Sie:
Wir haben Ihnen drei Übungen herausgesucht, die Sie in einer kleinen Gruppe oder auch ohne Partner durchführen können.

Übung 1: Muhammad-Ali-Lachen
Wir tänzeln wie die weltberühmte Boxlegende durch den Raum und "punchen" einen imaginären Gegner im Stil des "Schattenboxens". Mit jedem Links- und Rechtsausleger stoßen wir ein intensives, aus der Kehle kommendes "Hha... hha... hha... hha" aus.

Übung 2: Anschwellendes Lachen
Die Übung beginnt mit leisem Gekichere, das zusehends lauter und lauter wird, bis es zuerst in ein verhaltenes und schließlich in ein lautes Lachen übergeht. Am effektivsten ist diese Übung, wenn man sich dabei den Bauch hält und gegen Ende so tut, als würde man vor Lachen nicht mehr können.

Übung 3: Hühnerlachen
Eine der kuriosesten Übungen des Hasya-Yoga. Wir ballen die Hände zu Fäusten, klemmen sie unter die Achseln, atmen tief ein, wölben die Brust nach vorne und beginnen mit den angewinkelten Armen wie mit Flügeln zu flattern. Dabei lachen wir laut aus uns heraus und flattern wie Hühner über den Hühnerhof.

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Arbeitsbeispiele